SPC 2014: Identity Federation, Load Testing und Power BI

Der Dienstag wurde für mich von Spencer Harbor mit einem Vortrag zur Identity Federation für Office 365 mit Windows Azure Active Directory eröffnet. Zunächst einmal stellte er klar, dass man Identity Mangement benötigt, sobald man SharePoint im Einsatz hat. Wer schon einmal mit Organisationsstrukturen in Genehmigungsprozessen, der Personensuche oder einer einfachen Auflistung von Mitarbeitern einer Abteilung in SharePoint zu tun hatte, weiß genau, wovon Spencer Harbar hier spricht. Und der technische Teil dieses Managements macht gerade einmal 10% aus, der Rest sind politische Themen innerhalb des Unternehmens.

 
 

Technisch zeigte Spencer dann wie man mit Hilfe von Windows Azure eine hochverfügbare Infrastruktur für die Identity Federation aufbauen kann. Wer eine solche haben möchte, muss mit insgesamt sieben Servern (2x ADFS Proxy, 2x ADFS, 2x SQL Server und 1x DirSync) eine ganze Reihe an Maschinen bereitstellen und warten. Diese sind in Windows Azure eventuell nicht weniger verfügbar und es ergibt sich unter Umständen auch ein Vorteil bei der Bandbreite für Internet-Clients. Die Maschinen bleiben trotzdem Teil der internen Domäne und kommunizieren über eine verschlüsselte VPN-Verbindung mit dem eigenen Netzwerk.

 
 

Das größte Problem bei der Identity Federation ergibt sich jedoch aus der Domänenstruktur: Wer eine größere Anzahl an Domänen oder sogar Forests hat oder dessen Domäne über eine nicht öffentlich verifizierbare Adresse verfügt (.local) muss besondere Wege gehen: Im ersten Fall wird ein separater FIM-Server benötigt, im zweiten muss der UPN der Benutzeraccounts entsprechend angepasst werden.

 
 

Weiter ging es mit einem sehr unterhaltsamen Beitrag von Shane Young und Todd Klindt, die zeigten, wie einfach Load Testing von SharePoint 2013 mit Visual Studio 2013 auch für Nichtentwickler sein kann. Sie unterschieden dabei auch zweckmäßig den Performance-Test, Last-Test und Stress-Test voneinander und wie diese umsetzbar sind, um beispielsweise zu bestimmen bis zu welcher Anzahl Benutzer die Farm ausgelegt ist und wo der Schwachpunkt liegt.

 
 

Den Abschluss bildete an diesem Tag für mich ein Vortrag über Power BI für IT Professionals. Matt Mason zeigte in diesem Vortrag die Mächtigkeit von Power BI in Office 365, indem er verschiedene Kennzahlen mit Hilfe von Power Query in Excel importierte, mit Power Pivot das Datenmodell erstellte, mit Power View und Power Map als Diagramm und als Landkarte visualisierte und diese dann auf Office 365 veröffentlichte. Dort lassen sich dann anhand der Datenquellen mittels Power Q&A menschliche Abfragen formulieren, um andere Visualisierungen zu erhalten, beispielsweise “issues by nr of tenants and priority”. Power Q&A erstellt dann eine passende Ansicht dieser strukturierten Datenquelle. Voraussetzung ist natürlich eine gute Datenmodellierung, damit Q&A die Begrifflichkeiten auch entsprechenden Dateneigenschaften zuordnen kann.

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