SPC2012: Workflow-Neuerungen

In einem anderen Blogbeitrag habe ich bereits einige der Neuerungen zu Workflows in SharePoint 2013 erwähnt. An dieser Stelle möchte ich diese ergänzen und spezifizieren, nachdem ich durch Mauricio Ordonez und Hyong Guk Kim in Ihren Vorträgen noch Details erfahren habe. Zu Stages, Loops, dem Visual Designer stehen Informationen bereits im verlinkten Beitrag.

Architektur

Wie bereits geschrieben, hat sich an den SharePoint 2010-Workflows nicht sonderlich viel getan, diese sind sozusagen unter anderem zur Abwärtskompatibilität noch vorhanden und können direkt nach der Installation verwendet werden. Neu sind die Azure Workflow Services, die auf separaten Servern laufen können und damit eine eigene Architektur mit ins Spiel bringen. Hierfür müssen die Services auf separaten Servern installiert und konfiguriert werden, auf allen SharePoint Servern muss der Workflow Services Client installiert werden, damit die Verbindung zwischen beiden Welten funktioniert.

Allerdings ist die Verbindung zu diesen Workflow Services nur mit dem SharePoint Server möglich, die SharePoint Foundation unterstützt diese Verbindung offenbar nicht. Erweiterungen, die beide Umgebungen unterstützen sollen, müssen nun also in zwei Architekturen entwickelt werden. Und damit komme ich auch gleich zum nächsten Punkt:

Entwicklung und Deployment

Das Deployment von neuen Aktivitäten ist für SharePoint 2010-Aktivitäten wie vorher auch. Für Aktivitäten für die Workflow Services allerdings stellt sich das anders dar: Diese müssen zum Einen ganz normal auf SharePoint per Solution Deployment veröffentlicht werden, allerdings müssen auch die Workflow Services diese Aktivität erhalten. Selbst wenn die Services auf einem SharePoint Server installiert werden, müssen die Assembly und eine XML-Konfigurationsdatei manuell in zwei Verzeichnisse der Workflow Services kopiert werden, damit beide Welten über die neue Aktivität Bescheid wissen.

Dies gilt jedoch nur für Code Activities. Mit Visual Studio lassen sich jedoch auch Declarative Activities erstellen, die bestehende Aktivitäten zu neuen Actions für den SharePoint Designer bündeln. Diese können nun auch als Sandboxed Solutions deployed werden.

Weitere Neuerungen

  • Zusätzlich zu den im Link angesprochenen Neuerungen kann im SharePoint Designer nun auch eine Stage View erstellt werden, die den groben Verlauf darstellt und dokumentiert.
  • Parallel Blocks können nun abgebrochen werden, indem der beinhaltenden Stage eine Completion Condition Variable angegeben wird, die in einem Parallel Block auf true gesetzt wird. Damit werden alle anderen Blocks abgebrochen
  • Stage Bezeichnungen werden nun für den Workflow Status verwendet, weiterhin kann der Status aber jederzeit über eine Action gesetzt werden

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